Loading Events

« All Events

  • This event has passed.

QUENTIN CARNAILLE

September 11, 2015 @ 19:00 - November 8, 2015 @ 19:00

apesanteur_intro

Apesanteur II, Skulptur

Emma Mailova entdeckte den französischen Künstler und Erfinder Quentin Carnaille und stellt seine Arbeiten zum ersten Mal in München in der Art and Space Gallery aus.

Angetrieben durch den Wunsch die Geheimnisse der Zeit zu erforschen, erschafft Quentin Carnaille überwältigende Skulpturen aus den Uhrwerken alter Zeitmesser. Seine Kunstwerke werfen Fragen nach der wahren Natur der Zeit auf und offenbaren dabei die bewunderswerte menschliche Kreativität welche in der Mechanik der Uhrwerke steckt. Kunst trifft auf Technologie bei dieser Ausstellung, welche das Thema Zeit in den Mittelpunkt rückt.

‘Apesanteur’ (was mit “Schwerelosigkeit” übersetzt werden kann) ist eine Skulptur, die wie ein Stern oder Planet fliegt, gleitet, schwebt….

Ein Architekt der zum Künstler wurde, um die Geheimnisse der Zeit zu erforschen.

Quentin Carnaille wurde 1984 in Roubaix, Nordfrankreich geboren. Während seines Architekturstudiums in Belgien begann er damit Schmuck und Objekte zu entwickeln.

2008 ein Jahr vor seinen Studienabschluss schuf er ein Paar Manschettenknöpfe als Geschenk für seinen Vater. Die Stücke wurden hergestellt aus zwei mechanischen Uhrwerken aus den 1930iger Jahren.

Im gleichen Jahr, in welchem er sein Architekturstudium mit Diplom beendete, gewann er einen Preis der Marke „Maison de mode“, welcher es ihm ermöglichte seine eigene Atlier/Boutique zu eröffnen. Er lebte im Keller seiner Boutique, um ein Jahr lang Tag und Nacht dort zu arbeiten. Der junge Künstler entwickelte eine immer genauere Betrachtung über die Vorstellung von Zeit und stellt dabei Themen wie Unendlichkeit, Relativität, den Untergang und die Entstehung der Zeit, also Astronomie in Frage.

Durch den Wunsch die Geheimnisse der Zeit zu erforschen, erschuf er den „Apesanteur“ (2013), seine erste Skulptur, welche die Magnetschwebetechnik nutzt. Der ‘Apesanteur’ (was mit  „Schwerelosigkeit ‘’ übersetzt werden kann) ist eine Skulptur die fliegt, gleitet, schwebt… wie ein Stern oder Planet.

Die schwebende Scheibe besteht aus tausenden, winzigen hundertjährigen mechanischen Uhrwerkskomponenten. Carnaille konnte diese Vorräte von Altbeständen durch seine guten Beziehungen zu Uhrenherstellern und Antiquitätenhändlern beziehen.

Er nutzt einen kraftvollen Magneten um herauszufinden, welche der winzig kleinen Stücke magnetisch sind und für die Skulptur Verwendung finden können. Der ‘Apesanteur’ stellt eine unsichtbare Verbindung zwischen Astronomie und mechanischer Uhrmacherkunst dar.

Seine Serie Origine (2014) verbindet die grundlegenden geometrischen Formen der Kugel und des Kreises in Skulpturform, deren Ästhetik die Parallelen in der Auffassung von Raum und Zeit hervorhebt.

Seine Arbeit wird durch seine Serie von Reinterpretationen in welcher er die Alten Meister von Michelangelo bis Giacometti wiederaufgreift und damit deren zeitlose Meisterwerke ehrt, verfeinert und bereichert.

Quentin Carnaille’s Arbeiten werden heute in Europa, Asien und bald auch im Mittlerem Osten ausgestellt. Sein Ziel ist es aber über die Kontinente hinaus zu gehen und seine Kunst ins All zu stellen.          

BIOGRAPHIE

1984 | Geboren in Roubaix, Frankreich

2008 | Eintritt in die Kunstwelt durch die Erschaffung von Manschettenknöpfen unter

der Verwendung von Uhrwerken. In Folge eine Serie von Schmuckstücken, welche die Kreativität des Menschen und die Ästhetik der Mechanismen zelebrierte.

2009 | Abschluss am Art Institute of Saint Luc, Tournai, Belgien

2012 | “Die letzte Uhr” – Ein Projekt – bestehend aus einem Zeitmesser dessen Zeit

eingefroren ist – das Fragen über die Subjektivität von Zeit aufwirft. Ausgestellt im style space Colette, Paris.

2013 | Erschaffung “Apesanteur” –  seine erste Skulptur unter Verwendung der

Magnetschwebetechnik.

2014 | Erschaffung “Origine” – grundlegende geometrische Formen der Kugel und

des Kreises in Skulpturform, deren Ästhetik die Parallelen in der Auffassung von

Raum und Zeit hervorhebt.

2015 | Erschaffung “Apparition” – eine Studie die Themen wie das Leichtsinnige und

das Vergängliche, mit einem Kunstwerk behandelt, welches im Laufe der Zeit immer mehr verschwindet und nur dessen Residuum als Beweis verbleibt, dass es jemals existierte.

AUSSTELLUNGEN

2015  :  Hublot boutique, Paris, Frankreich

2015  :  Art Up ! Lille, Frankreich

2015  :  Galerie Marie-Thérèse Prosperi, Luxemburg

2014  :  Galerie Daniel Besseiche, Knokke, Belgien

2014  :  MAD Gallery, Taipei, Taiwan

2014  :  Galerie Joyce, Paris, Frankreich

2014  :  Cité de la Mode et de Design, Paris

2014  :  Art Up ! Lille, Frankreich

2013  :  MAD Gallery, Genève, Schweiz

2013  :  Lille Art Fair, Lille, Frankreich

QUENTIN CARNAILLE / ÜBER SEINE ARBEIT

“I’ve always had a taste for manipulating things and following through on my ideas. It all started during my architecture studies, when I used mechanisms from watches to create a pair of cufflinks for my father. In architecture we can do anything as long as it’s rooted in reality. It was in that moment I understood that anything is possible with will power and hard work.

My project is to bring a touch of magic but with a scientific eye. Of course, this requires a lot of discipline. There is one thing all creations have in common: time, and infinity of reading. Time is a concept that concerns us and that we try to materialize by all means. For my part, I try to intellectualize it instinctively and systematically. Regarding the sculptures, they are always done with magnets which are magnetized in clockwork mechanisms. Note that the realization of a figurative piece requires between 500-800 magnets and a lot of patience.

These are works of art! The message speaks of obsolescence of mechanical watch making in a digital world. The world has changed in less than a century, from the value of work to the immediacy of pleasure. The artist is always the reflection of his time. I have for a long time worked on a series of reinterpretations of great works of art but also on a series questioning the origin of the most astronomical time, infinity, then the weightlessness and gravity. Among reinterpreted works is “Marche du Temps”, meaning “On time”.

„Was macht ein Kunstwerk aus? Der individuelle Ausdruck des Künstlers und die Wahrnehmung des Betrachters. Was hat Einfluss auf die Macht der Wahrnehmung? Die Magie, die von einem Kunstwerk ausstrahlt, welche einen ergreift und schwindelig macht. Die Arbeiten von Quentin Carnaille haben diese Art von Magie, welche magnetisiert und einen für lange Zeit fesselt.“

Erika Frey, M.A.

Kunsthistorikerin

Details

Start:
September 11, 2015 @ 19:00
End:
November 8, 2015 @ 19:00

Venue

ART & SPACE Gallery
Herrnstrasse 13
München, 80539 Germany
+ Google Map