Andreas von Maltzan

7Andreas von Maltzan schafft mit seinen stimmungsvollen Photographien ein Spannungsfeld zwischen Einsamkeit, Ruhe und zeitloser Gelassenheit, wie man es wohl nur in Venedig im Herbst vorfindet. Die Bilder sind ausnahmslos ohne Stativ und aus der Situation geboren und besonders erwähnenswert ist die Tiefenschärfe der Photos, zumal er keine Lichtquellen außer den tatsächlich existierenden nutzte. Nur so konnte die reale Stimmung optimal eingefroren werden. Ganz besonders wirken die Menschen, welche in der zeitlosen Umgebung wie Statisten oder Geister durch die Bilder schreiten. Was bleibt ist die Nacht in Venedig.Andreas von Maltzan studierte anfangs Kunstgeschichte um sich ausschließlich der Kreativität zu widmen. Danach Kommunikations Wissenschaften und Betriebswirtschaftslehre an der Ludwigs Maximilians Universität München. Andreas von Maltzan nährt sich den Situationen und Bildern, die er mit der Kamera einfängt, eher spontan. Überrraschende, ungeplante Momente in Nachtansichten, Städten, Landschaften in Europa und Afrika, manchmal besondere Texturen und Oberflächen erzeugen Spannungsfelder der Kontemplation und Zeitlosigkeit. Der Mensch ist darin meist nur fragmentiert und indirekt in Lichtspuren und Architekturdetails zu sehen. Er bietet seinen Betrachtern die Gelegenheit, seinem wachen, neugierigen Blick zu folgen und „selbstbewußter“ die Motive,die der Alltag in sich birgt, real zu erkennen, wahr- und aufzunehmen.